Musterbriefe rund ums Verbraucherinsolvenzverfahren

In dieser Rubrik finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Musterbriefen , die sowohl für Schuldner(innen) als für Schuldnerberater(innen) Anregungen und Beispiele für die Korrespondenz mit Gläubigern, Gerichten und Behörden geben. 

Die Briefe müssen jeweils noch um persönliche bzw. individuelle Angaben ergänzt bzw.angepasst werden.

Teilweise wird vorgeschlagen, Gläubigern persönliche Daten über die Einkommenssituation zu offenbaren. Bedenken Sie dabei immer, dass diese Daten auch für Zwangsvollstreckungsmaßnahmen genutzt werden können. Wir empfehlen deshalb dringend: Schwärzen Sie Belege, die Sie Gläubigern zuschicken!

Insbesondere sollten folgende Angaben für den Gläubiger unkenntlich gemacht werden:

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers/der auszahlenden Stelle
  • Sozialversicherungsnummern, Aktenzeichen, Namen und Telefonnummern von Sachbearbeitern
  • Rententräger
  • Angaben über die Krankenversicherung,
  • Bankverbindungen
  • gfs. Angaben wie Personalnummern, Aktenzeichen o.ä.


  • Hilfe zur Selbsthilfe ?

    Bei entsprechend Kenntnissen des Verbraucherinsolvenzverfahrens können die Musterbriefe durchaus auch als Grundlage für eine eigenständige Durchführung des außergerichtlichen Einigungsversuchs nach § 305 InsO und gfs. der sich anschließenden Antragstellung benutzt werden.

     Das Verbraucherinsolvenzverfahren - Eine Powerpoint-Präsentation

      Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens

    Bei einem Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs muss eine geeignete Person ( z.B. Rechtsanwalt, Steuerberater ) oder eine geeignete Stelle gem. § 305 InsO das Scheitern dieses Versuchs bescheinigen. Deshalb: Bevor Sie in Eigenregie den Einigungsversuch starten, sollten sie mit einer entsprechenden Person oder Stelle unbedingt Kontakt aufnehmen und die Frage und Bedingungen der Bescheinigung verbindlich abklären ! Keine seriöse Schuldnerberatungsstelle oder geeignete Person wird Ihnen aus Gefälligkeit diese Bescheinigung ausstellen, ohne vorher gefragt und während der Einigung über die Inhalte der einzelnen Schritte informiert oder beteiligt worden zu sein !

    Wichtig ist auch, dass Sie vor dem Schritt in das Insolvenzverfahren ihre persönliche und finanzielle Situation geklärt haben. Bedenken Sie, dass Sie die nächsten 6 - 7 Jahre mit dem pfändungsfreien Teil Ihres Einkommens auskommen müssen. Sie sollten deshalb vorher dringend Ihre finanzielle Situation klären.

    Wenn beispielsweise die Frage Trennung/Scheidung im Raum stehen, sollte diese zunächst geklärt werden, da sich dadurch auch Ihre finanzielle Situation drastisch ändern kann.

    Fragen, die Sie realistisch und ehrlich gegenüber sich selbst beantworten sollten sind:

  • Bleibt Ihnen genug Geld, um Ihren Lebensunterhalt sicher bestreiten zu können ?
  • Kommen die Kinder nicht zu kurz (Taschengeld!)
  • Müssen Einnahmen erhöht (Sozialleistungen, Nebenjobs) und/oder Ausgaben teilweise oder ganz gestrichen werden (z.B. teuere oder unnötige Versicherungen)?
  • Verbleibt unter dem Strich ein Plus, damit Sie Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben haben?
  • Wie werden Ausgaben wie Nebenkostennachzahlung, Stromnachzahlung, Reparatur oder Neuanschaffung von Großgeräten aufgefangen? Können Sie dafür Rücklagen bilden ?
  • Krankwerden kann heutzutage teuer werden ! Haben Sie 1 - 2 % des Bruttoeinkommens für Zuzahlungen eingeplant ?


    Nehmen Sie sich die Zeit, drucken sich unsere Einnahme-Ausgabe-Übersicht aus und gehen alle Kontoauszüge des letzten Jahres gründlich durch. Sie werden wahrscheinlich staunen, welche Ausgaben sich so im Laufe des Jahres ergeben.

    Denn nichts wäre schlechter, in einem Insolvenzverfahren auf der einen Seite Schulden abzubauen und auf der anderen Seite gleichzeitig neue Schulden machen zu müssen. Schulden, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstehen, werden Ihnen nämlich nicht erlassen !

    Musterbriefe

    Forderungsaufstellungen und -aktualisierung
    Anforderung einer Forderungsaufstellung
    Anmahnung der Forderungsaufstellung
    SCHUFA-Selbstauskunft
    ICD-Selbstauskunft
    Auskunft bei der Gerichtsvollzieherverteilungsstelle
    Auskunft über Einträge im Schuldnerverzeichnis
    Zahlungsvorschläge
    Erläuterung, Vor- und Nachteile der Zahlungsvorschläge
    Zahlungsvorschlag: Einmalige Zahlung
    Zahlungsvorschlag: Feste Rate
    Zahlungsvorschlag: Flexible Rate nach § 850c ZPO
    Zahlungsvorschlag: Flexible Rate nach § 850c ZPO mit Profitreuhänder
    Berechnungen
    Forderungsübersicht mit Ergebniskontrolle Einigungsversuch (Excel-Datei)
    Pfändungsgrundberechnung (Excel-Datei)
    Informationen für den Gläubiger
    Forderungsübersicht  (Excel-Datei)
    Personalbogen anlog Anlage 1 des InsO-Antrags  (Word-Datei)
    Vermögensübersicht analog Anlage 4 des InsO-Antrags (Word-Datei)
    Insolvenzantrag
    Amtlicher Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens (Win-Zip-Ordner)
    Nichtamtliche Ergänzungen zum Verbraucherinsolvenzantrag (Word-Datei)
    Antrag auf Stundung der Kosten des Verbraucherinsolvenzverfahrens 
    Antragsformular: Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens (für ehemals Selbstständige) (Word-Datei)
    Wohlverhaltensperiode
    Mitteilung an den Treuhänder und Insolvenzgericht: Wechsel des Wohnsitzes
    Mitteilung an den Treuhänder und Insolvenzgericht: Wechsel der Beschäftigungsstelle
    Mitteilung an den Treuhänder und Insolvenzgericht: Erbschaft
    Muster für ein Nachlassverzeichnis wg. Herausgabe des (halben) erbrechtlichen Erwerbs an den Insolvenztreuhänder (§ 295 I Nr. 2 InsO)
    Muster für Dokumentation von Bemühungen um eine angemessene Erwerbstätigkeit

    Wenn Sie selbst einen Musterbrief, der sich bewährt hat, unserer Sammlung zusteuern können, wenden Sie sich per E-Mail an uns! Zusendungen sind immer willkommen!

    Beachten Sie bitte auch unseren Copyrighthinweis!

    © Forum Schuldnerberatung e.V.

    Seite drucken

    Mitglied werden

    Spenden

    Home